Die Rauhnächte – 12 Nächte für Innenschau und Rückschau

Magische Rauhnächte www.lebeninharmonie.net

Wenn Heiligabend vorüber ist, dann beginnt eine besonders magische Zeit: Die zwölf Rauhnächte. Je nach Region beginnen diese besonderen Tage in der Nacht zum 25. Dezember und enden am 6. Januar, dem Dreikönigstag. Die zwölf Rauhnächte laden uns ein, in unsere innere Welt zu schauen und auf die vergangenen zwölf Monate zurückzublicken.

Kaum eine Zeit im Jahr ist so still, wie die Rauhnächte. Der Herbst lässt die Blätter fallen, die Erde legt sich schlafen, Nebel durchzieht das Land und alles wird ruhiger und besinnlicher. Der Zauber der Rauhnächte legt sich über uns, wir spüren die Ruhe in uns selbst. Nicht nur die Natur zieht sich zurück, auch wir richten zunehmend unsere Aufmerksamkeit nach innen. Die Welt im Außen wird unbedeutend. Mit jedem Tag, den wir uns vom Sommer entfernen, kommen wir wieder mehr bei uns selbst an. Wir hüllen uns in einen Mantel der inneren Einkehr und fühlen unser Menschsein viel deutlicher, als im Rest des Jahres.

Es beginnt nun eine Zeit, in welche wir zur Ruhe finden – Die Rauhnächte. Es ist eine Zeit der Schau nach innen, der Rückschau auf das alte Jahr und der Vorschau auf das kommende Jahr. Diese Zeit ist auch hervorragend dafür geeignet, einen Blick in die Zukunft zu werfen und Prognosen zu erstellen.

Rauhnächte www.lebeninharmonie.net

Nutze die 12 Rauhnächte für deine Weiterentwicklung

Unsere Vorfahren benutzten jede Nacht der zwölf Rauhnächte zum Orakeln und zum Deuten. Dabei wird jede Rauhnacht einem Monat des neues Jahres zugeordnet. So steht die erste Rauhnacht für den Januar, die zweite für den Februar und so weiter. Die Menschen damals, beobachteten alles: das Wetter, wie das Essen geschmeckt hat, ob gestritten wurde oder ob es friedlich zuging, ob und welche Probleme es gab oder alles glatt lief. Alles, auch das noch so Unwichtige, hatte eine Bedeutung. Und wer es verstand, konnte den dazugehörigen Monat im Vornhinein deuten.

Wenn wir es unseren Vorfahren gleich tun und uns mit den Rauhnächten beschäftigen, dann können wir reflektieren und in unsere innere Welt schauen. Sinnvoll ist es, alle Gedanken, Ideen, alles was dich in dieser Zeit bewegt, niederzuschreiben. Auch unseren Träumen, sollten wir in den Rauhnächten besondere Achtung schenken. Denn in ihnen spiegeln sich unsere unbewussten Gedanken, Ängste, Wünsche, Themen die wir verdrängen oder nicht wahrhaben wollen.

Lege dir ein Rauhnachts-Tagebuch an und schreibe alles hinein, was dich in dieser Zeit bewegt und wovon du träumst. Hier empfehle ich dir, dir abends einen Zettel und einen Stift neben das Bett zu legen. Wenn du geträumt hast und morgens erwachst, schreibe alles auf, woran du dich an deinen Traum erinnern kannst. Dann stehe erst auf und beginne deinen Tag. Ich persönlich finde das Rauhnachts-Tagebuch sehr spannend. So lese ich beispielsweise meine Eingebungen, Erkenntnise und Prognosen für jeden Monat nach und schaue, was sich davon ereignet hat.

Vorbereitung auf die Rauhnächte

Je offener, freier und reiner du in die Zeit der Rauchnächte gehst, desto mehr kannst du dich auf diese besinnen und einstimmen. Deshalb kläre alle offenen Angelegenheiten:

  • Bezahle offenstehende Rechnungen und Schulden
  • Gebe Ausgeliehenes zurück
  • Räume deine Wohnung auf und putze sie
  • Überlege dir: Was möchtes du noch abschließen und nicht mit ins neue Jahr nehmen.

Kurzum: Mache reinen Tisch! Wenn du die Dinge geordnet und erledigt hast, dich nicht mehr darum kümmern musst, kannst du die Zeit der Rauhnächte wirklich ganz bewusst für dich nutzen.

Löse dich von Altem

Hierzu eignet sich der 21. Dezember, die Wintersonnenwende, der kürzeste Tag des Jahres. Um diesen „Reinigungsprozess“ zu unterstützen, kannst du folgende Anregungen nutzen:

  • Schreibe auf, was du noch im alten Jahr loslassen möchtest. Wenn du alles notiert hast, verbrenne deine Notizen mit der Flamme einer weißen Kerze. Die Asche überlasse dem Wind.
  • Räuchere die Zimmer deiner Wohnung.
  • Frage dich, was dich die letzte Zeit gelehrt hat.
  • Schreibe deine Wünsche für das neue Jahr auf und berücksichtige, was sich im alten Jahr bereits ankündigt.
Halte eine Rückschau – 24. Dezember

Werde dir darüber bewusst, was das Jahr – das sich langsam dem Ende neigt – für dich im Gepäck hatte. Frage dich:

  • was besonders schön in diesem Jahr war
  • wofür du dankbar bist
  • was du gelernt hast
  • wer  dich besonders begleitet hat
  • was sich in dem Jahr verändert hat
  • was du mitnehmen willst ins neue Jahr und was du zurücklassen möchtest

Eine Rauhnacht wird immer von Mitternacht bis Mitternacht gerechnet, also von 0 – 24 Uhr.

25. Dezember – Thema: Wurzel, Basis

Heute ist ein Familientag, um deine Wurzeln zu stärken. Beginne den Tag mit einem Tagebuch und schreibe alles auf, was dir auffällt. Achte auch auf deine Träume. Probiere einmal aus, deine Fragen in deine Träume mitzunehmen und achte auf Antworten.

Heute könntest du:

  • dich besonders mit deiner Familie beschäftigen
  • deine Wurzeln und deine Herkunft würdigen und ehren
  • dich fragen, ob es etwas gibt, das der Heilung bedarf
  • dir überlegen, was es braucht, um Heilung geschehen zu lassen
  • ein Licht anzünden für alle, die du liebst

26. Dezember – Thema: Höheres Selbst, Innere Führung

Lausche heute deiner inneren Stimme und suche die Verbindung zu deinem Höheren Selbst.

Zum Beispiel:

  • lege ein Orakel, meditiere, beschäftige dich mit Astrologie, unternehme eine Reise in deiner Phantasie
  • frage dich, welche höhere Macht dich unterstützt
  • überlege, welches  Symbol du mit in das kommende Jahr nehmen möchtest
  • überlege, welches Tier, welcher Baum, welcher Stein dir Kraft gibt
  • frage dich, was noch erlöst werden muss
  • überlege, mit welchen Menschen du Kontakt haben möchtest
  • bastele eine Collage mit Bildern der Kräften, die dich daran erinnern, dass du gut beschützt wirst

27. Dezember – Thema: Herzöffnung

Dieser Tag ist der Herzenergie und deiner Liebe gewidmet.

Heute könntest du:

  • dir überlegen, wer in diesem Jahr für dich da war
  • dich fragen, für wen du da gewesen bist, wem du deine Liebe und Freundschaft geschenkt hast
  • darüber nachdenken, wer dir Energie geraubt hat
  • dir überlegen, was dir tiefe Freude und Erfüllung schenkt
  • Licht in dein Herz atmen und dir vorstellen, dass es sich wie eine Rose öffnet und Liebe hereinströmt
  • dein Herzchakra öffnen
  • über deine Herzenswünsche nachdenken und eine Wunsch-Ziel-Collage basteln
  • jeden Wunsch auf einen Zettel schreiben und ihn verbrennen

28. Dezember – Thema: Auflösung

Heute sollen all die Dinge, die in den vergangenen Raunächten nicht so gut gelaufen sind, wieder aufgelöst werden, damit du positiv in das neue Jahr gehen kannst.

Zum Beispiel:

  • alles Ungute aufschreiben. Formuliere anschließend auf einem anderen Zettel alles Negative ins Positive um und verbrenne den negativen Text
  • dir unschöne Erinnerungen bewusst vorstellen und alles in weißes oder violettes Licht tauchen
  • wenn du einen Heiligen/eine Heilige oder einen (Schutz-)Engel hast, der dich begleitet, zünde ein Licht an, um die Bindung zu stärken und um den göttlichen Teil in dir zum Leuchten zu bringen

29. Dezember – Thema: Freundschaft

Dabei geht es nicht nur um die Freundschaft zu anderen, sondern auch um die Freundschaft zu dir selbst, um Selbstliebe.

Heute könntest du:

  • dir deine Freundschaften und ihre Geschichten ansehen und ehren
  • dir überlegen, was du brauchst um Zerwürfnisse, Streit etc. friedvoll zu bereinigen
  • deinen Freunden mitteilen, was sie dir bedeuten (schriftlich, mündlich oder durch eine liebevolle Geste)
  • dir Gedanken darüber machen, ob es etwas gibt, was du dir selbst in diesem Jahr nicht vergeben hast
  • dir selbst ein paar Minuten lang, sehr positive Gefühle entgegenzubringen

30. Dezember – Thema: Bereinigung

Es geht um den Übergang vom Alten in das Neue, darum, was du zurücklassen und was du mitnehmen möchtest.

Heute könntest du (falls du von der Reinigung am 21. Dezember noch etwas übersehen oder noch nicht erledigt hast):

  • aufräumen und räuchern
  • alles entsorgen, was dir nicht mehr dient
  • alles aufschreiben, was du nicht mit in das neue Jahr nehmen möchtest und den Zettel verbrennen
  • ein ausgiebiges Vollbad genießen

31. Dezember – Thema: Vorbereitung auf das Neue

Gestalte diesen Tag bewusst.

Zum Beispiel:

  • ein Bad nehmen um alles Alte abzuwaschen
  • dich mit Menschen umgeben
  • darüber nachdenken, welche Vorsätze du im letzten Jahr erfüllen konntest und welche nicht
  • neue Vorsätze fassen
  • die Wohnung mit Weihrauch räuchern
  • dein Essen mit der Natur (den Naturwesen) teilen, indem du einen Teller Essen an die Wurzeln eines Obstbaumes stellst (damit Fülle einziehen kann)
  • rote Unterwäsche anziehen (soll glückliche Liebesstunden verheißen)
  • orakeln

1. Januar – Thema: Geburt

Wahrscheinlich tust du heute nichts anderes, als das, was du sowieso tun würdest. Der Unterschied liegt aber in der Absicht …

Heute könntest du:

  • dich mit FreundInnen treffen
  • Glückssymbole verschenken
  • anderen Menschen Glück und Segenswünsche mit auf den Weg geben
  • das neue Jahr segnen, indem du Blumen an Bäume stellst oder ins Wasser gibst
  • Hufeisen aufhängen um das Glück einzuladen

2. Januar – Thema: Gold, Segen

Besinne dich auf die eigene Mitte. Die eigene Mitte, der goldene Kern in deinem Inneren, gibt dir Kraft und Frieden

Zum Beispiel:

  • aufräumen
  • einen ersten kleinen Schritt zur Umsetzung deiner Vorsätze unternehmen
  • meditieren
  • ein Licht für das neue Jahr entzünden
  • das neue Jahr segnen
  • alles tun, was dich und deine Mitte stärkt

3. Januar – Thema: Visionen

Heute geht es darum, dir bewusst zu werden, auf welche Art und Weise du deine Visionen umsetzt.

Heute könntest du:

  • dir bewusst werden, welche Visionen du für dein Leben hast
  • dir überlegen, wofür du deine Lebensenergie verwendest
  • darüber nachdenken, womit du die meiste Zeit verbringst
  • dir Gedanken darüber machen, was du tun könntest, um deinen Visionen einen Schritt näher zu kommen
  • dir Gedanken darüber machen, welche Situationen sich verbessern sollen

4. Januar – Thema: Loslassen

Ein Tag für die Beschäftigung, mit den großen Fragen des Lebens.

Heute könntest du:

  • dich fragen, was du auf die Erde bringen willst
  • über dein Lebensziel nachdenken
  • darüber nachdenken, was deinem Leben Sinn verleiht
  • darüber nachdenken, was für dich wirklich wichtig ist
  • dir überlegen, was nun vorbei ist
  • dir bewusst machen, wovon du dich befreien möchtest

5. Januar – Thema: Bereinigung

Auch heute kannst du wieder Dinge bereinigen, die in den vergangen Rauhnächten nicht so gut gelaufen sind. Diese Nacht wird die „Nacht der Wunder“ genannt, für die es allerlei Bräuche gibt um Schutz und Segen für das kommende Jahr zu erhalten.

Heute könntest du:

  • alles Ungute aufschreiben. Formuliere anschließend auf einem anderen Zettel alles Negative ins Positive um und verbrenne den negativen Text
  • dir unschöne Erinnerungen bewusst vorstellen und alles in weißes oder violettes Licht tauchen
  • räuchern, weihen und energetisch aufladen

6. Januar – Thema: Segen, Abschluss

Um 24 Uhr in der Nacht auf den 6. Januar gehen die Rauhnächte zuende. An diesem Tag schließen sich die feinstofflichen Tore der Anderswelt.

Heute könntest du:

  • eine Kerze anzünden und deine Notizen aus den letzten Tagen noch einmal in Ruhe durchlesen
  • darüber nachdenken, ob es Themen gibt, die dich besonders beschäftigt haben
  • dir überlegen, ob du in den vergangenen Tagen etwas gelernt hast und ob dir das im neuen Jahr weiterhelfen wird
  • dir die schönen Moment vergegenwärtigen
  • dir überlegen, was dir wirklich gut getan hat und ob du davon nicht mehr bekommen kannst
  • überlegen, ob es ein Wort gibt, das diese Zeit beschreibt

Ich lade dich ein, es mir gleich zu tun und die Rauhnächte für deine persönliche Weiterentwicklung zu nutzen. Meine persönliche Vorbereitung auf diese magische Zeit, beginnt am 21. Dezember. Am Ende der Rauhnachtszeit – am 7. Januar – fühle ich mich innerlich unglaublich entrümpelt und gesäubert und ich habe viele wichtige Erkenntnise gewonnen, mit denen ich in das neue Jahr starte.

In diesem Sinne wünsche ich dir schöne und erkenntnisreiche Rauhnächte!

Von Herzen,
deine Claudia Bäumer

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Autor: baeumerclaudia

Claudia Bäumer ist Impulsgeberin für Frauen, sie bloggt, hält Vorträge und Workshops, über bewusste Lebensführung. Es ist ihre berufliche Passion, alte Tradition mit zeitgemäßer Spiritualität zu verbinden. Claudia weiß was Frauen beschäftigt und kennt die zahlreichen Herausforderungen und Hürden, die das Leben lehrt und der Alltag bietet. Fernab von Dogmen und klassischem Feminismus, ermutigt sie vor allem Frauen in Kontakt mit ihrem wahren FrauSein zu kommen und mutig ihren eigenen Weg zu gehen. Sie weist den Weg in das Innere und erinnert zugleich daran, mit beiden Füßen auf der Erde zu stehen. Claudia Bäumer ist Gründerin des Frauenkreises NEW SPIRIT WOMAN (www.newspiritwoman.net), wo sie Frauen einen geschützten Erfahrungsraum bietet, moderne Spiritualität in das Leben zu integrieren und ein Bewusstsein für die eigene Weiblichkeit, Talenten und Fähigkeiten zu bekommen.